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Herausforderungen annehmen - Ziele verfolgen - Grenzen ausreizen - Erfolge erzielen

Auf der Suche nach der Barbarine – Entdecke deine Heimat, Teil 3

10. Dezember 2012

 

Die Ultraläuferschar aus Dresden, der Verein LSV, hatten zum Marsch geblasen. Malerwegerkundung im Winter. Dieser ist der Hauptwanderweg des Elbsandsteingebirges und zählt mit seinen gesamt 112 km zu einem der schönsten in Deutschland.

 

Kleiner Exkurs gefällig? Woher hat der Malerweg seinen Namen? Im 18. Jahrhundert zog es immer mehr Reisende in die geheimnisvolle Gegend, die anschließend von waldreichen Schluchten, bizarren Felsgebilden und traumhaften Aussichten berichteten. Und so bekam der Wanderweg seinen Namen, denn berühmte Maler wie Caspar-David Friedrich oder Carl Gustav Carus schufen auf dem Malerweg weltbekannte Gemälde.

 

Noch vor dem Morgengrauen machten wir uns auf. Gut so, warum sollte sich zeigen. Die Augen waren zwar noch schläfrig, aber dies sollte sich bald ändern, schon der klirrenden Kälte wegen. Minus 15 Grad zeigte das Quecksilber am Morgen. Also schnell in Bewegung übergehen und warme Gedanken machen. Die Meute von etwa 15 Leuten setzte sich in Bewegung. Die Wimpern froren zwar zusammen und das Flitzen durch teilweise knöchelhohen Schnee war nicht ohne Anspruch, doch so schön, wie dieser gleichzeitig unter unseren Füßen knirschte… Ein Traum, der alle begeisterte. Die Laune war gut und wurde noch besser, als sich das glitzernde Weiß plötzlich rot färbte. Sonnenaufgang. Ein riesiger Feuerball schob sich am Horizont in Richtung Himmel. Wow. Glückshormone pur.

 

Wir überquerten Papststein, Gohrisch und Pfaffenstein, kamen ordentlich ins Schwitzen, aber auch mächtig ins Staunen. So ein traumhafter Tag.

 

Laufgefährte und Nachbar begleitete mich noch auf einem Abstecher zur Barbarine, dem wohl bekanntesten freistehende Felsen des Elbsandsteins. Ein wenig suchen mussten wir, bis er sich uns zeigte. Einen weiteren Ausblick reichen ging es wieder zurück zum Ursprung und dann so langsam gen Zielort.

 

Für mich war in Königstein Schluss. Das sollte reichen für den Anfang. Die restliche wilde Läuferschar zog jedoch noch ein ganzes Stück weiter. Schön war es. Ich werde noch lange daran denken. Danke für die tolle Idee! .

On Tour bei Globetrotter

04. Dezember 2012

 

Vergangenen Freitag und Samstag war ich mal wieder auf Tour, um als Vortragsrednerin andere Natur- und Sportliebhaber an meiner Begeisterung teilhaben zu lassen. Dieses Mal im Hause Globetrotter.

 

Es ging darum Erfahrungen und Impressionen vom meiner Finnlandquerung mit den Langlaufski von der russischen zur schwedischen Grenze sowie dem Arctic Circle Skirennen auf Grönland zu vermitteln.

 

Zahlreich sind sie Erschienen, die Begeisterten und habe mich damit erfreut. Schön war es außerdem in Vorbereitung auf die Vorträge wieder in den Erinnerungen zu schwelgen und damit immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert zu bekommen.

News

30. November 2012

 

Die Sächsische Zeitung war zu Besuch im Hause Finger. Unter "Media" findet ihr den Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

Hört hört

16. November 2012

 

Es gibt mal wieder was auf die Ohren. Einen Vortrag. Dieses Mal ganz im winterlichen Gewand. Themen werden das Arctic Circle Race auf Grönland sein sowie die Finnlandquerung mit den Ski (Rajalta Rajalle). Beides wird mit
den Langlaufski absolviert. Wen es also interessiert, der ist herzlich willkommen.
 

 

Datum: 30. November

Beginn: 20:30 Uhr

 

Wo: Globetrotter Dresden

Auf Wellnesskurs, im Land der Raachermannl & Schwibbögen

12. November 2012

 

Das Geburtstagsmännlein hatte dieses Jahr mal wieder eine gute Idee und eine schöne Überraschung im Gepäck, ein Wellnesswochenende im erzgebirgischen Seiffen.

 

Mal wieder getreu dem Motto „Entdecke deine Heimat“ begaben wir uns in die Region der Spielzeugmacher, der perfekte Zeitpunkt kurz vor Beginn der Adventszeit, denn es kehrt langsam aber sicher die vorweihnachtliche Gemütlichkeit ein. 

 

Doch erst einmal kletterten wir mit dem Auto aus unserem Dresdner Tal hinauf ins Gebirge. Mit jedem Meter in der Vertikalen sank das Thermometer mehr und mehr, fast bis auf null Grad Celsius. Im Gepäck, natürlich das Mounti und die Laufschuhe. Klar.

 

Als ich am Samstagmorgen jedoch die Augen aufschlug war es mir alles andere als nach Mounti oder Laufschuhen zumute. Der Wind pfiff lautstark um die Hotelecken und die Autos draußen auf der Straße verschwanden nach wenigen Metern im Nebel. Prima. Schnell die Decke wieder über die Nase gezogen.

 

Nach einem ausgiebigen leckeren Frühstück waren wir einige Zeit später zumindest schon mal gut gestärkt. Der Bauch war voll, so voll, dass ich mich besser erst noch einmal ausruhen musste :-) Um Ausreden war ich in dem Moment nicht verlegen. Bloß nicht raus in die kalte Ungemütlichkeit. Doch der Liebste ließ das nicht lange durchgehen. Da zeigte ich sogar mal kurz mit die Hörnlein. Doch alles schimpfen half nichts, rein in die Sportkluft und raus an die Luft. Naja und wie es dann immer so ist, wenn man sich erst einmal aufgerafft hat, wird es plötzlich doch ganz nett. Durch den Nebel zu düsen hat eben auch was für sich…

 

Einige Zeit später freuten wir uns jedoch über die warme Dusche und hatten riiiieeeesigen Hunger. Ruck zuck schmuck war die Tüte mit den schokoladenen Knäckebrtodingern geleert. Auweia, die Familienpackung. Ein Mittagsschläfchen später tat der Bauch ganz schön weh. Strafe muss sein ;-)

 

Am Nachmittag erkundeten wir sämtliche „Raachermannl“ und Schwibbögen-Buden des Ortes. Schön, die Vorweihnachtsfreude zu spüren und ein schöner Tagesausklang zugleich.

 

Sonntag dann eine weitere sportliche Einheit. Der Nebel blieb und starker Wind wurde durch Regen ausgetauscht. Naja, was uns nicht umbringt… nützt ja nichts. Wir ernteten verwunderte Blicke der anderen Hotelgäste und dafür war es ja schon wieder gut ;-)

 

Zur Belohnung gab es nachmittags noch eine schöne Wellnessbehandlung. Der Lohn für die Mühen am Morgen. Glücklich und zufrieden ging es anschließend wieder heim, um ein paar schöne Impressionen reicher.

 

PS: Gewollte Werbung am Rande – Gemütlichkeit, sehr viel wärmende Gastfreundlichkeit (verbunden mit einem sportbegeisterten Chef) und Natur pur findet ihr hier. Uns hat es gefallen und deshalb sei der Link gestattet.

www.landhotel-zu-heidelberg.de

Pro oder nicht Pro, das ist hier die Frage

25. Oktober 2012

 

Ein gedankliches Hin und Her, das mich schon lange beschäftigt, spätestens seit letztem Jahr.

 

Profi Lizenz oder doch nicht?

 

Eigentlich besser nicht, denn Full time job und sich Profi nennen, naja… aber die Neugier und der Drang nach neuen kleinen Abenteuern haben letztlich gesiegt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

 

Alle Formulare sind ausgefüllt, alle Anträge geschrieben. Ab 2013 demnach Pro statt Age Grouper. Nun sehen wir mal. Schritt für Schritt für Schritt. Weiterhin hoffentlich mit der gesunden Balance…

Diese Typen...

15. Oktober 2012

 

Da holt man sich ein Mal die Männer aus dem Süden ins Haus und zeigt Ihnen die Schönheit der Heimat und die Kerle??? Haben nur die Weibsen im Kopf :-)

 

Doch lest selbst den Artikel zum Revierguide der im Elbsandsteingebirge entstanden ist, im aktuellen Trail Magazin Artikel unter "Media".

 

Ich musste schmunzel aber: "I like"

 

Danke, Jungs für die Blumen.

Hört hört

10. Oktober 2012

 

Mein alter Heimatverein "TSG Glauchau" hat mich nach dem Norseman angesprochen, ob ich nicht im Rahmen des Herbstlaufes etwas mehr über das Event berichten möchte.

 

Klar will ich!

 

Warum? Na weil es mir immer Spaß macht andere mit meiner Begeisterung anzustecken. Neben dem Norseman Xtreme Triathlon werde ich jedoch auch noch über den Transalpine Run erzählen, den ich 2010 zusammen mit Laufpartnerin Jule absolviert habe. Somit ist thematisch sicher für jeden etwas dabei.

 

Wann: 27. Oktober 2012

Wo: Glauchau, Sachsenlandhalle





 

Für mehr Details klickt einfach auf das Foto, dann werdet ihr auf die Seite der TSG mit allen nötigen Infos geleitet.



Ich freue mich auf Euch!

Ab sofort MISS Brockenhexe,
bitte

15. Oktober 2012

 

Die Saison 2012 und damit auch der Saisonabschluss sind Geschichte. Abgeschlossen werden sollte im Harz inklusive Brockenüberquerung. Der Harz Gebirgslauf wurde für gut befunden und damit auserkoren.

 

Am Freitag ging es mit unserem Gefährt nach Wernigerode wo wir eine Nacht in der gemütlichen Caddy Katze zubrachten um pünktlich am Samstag am Start zu stehen. Eine nette Atmosphäre wehe uns um die Ohren, wohl ein wenig vergleichbar mit dem Rennsteiglauf. Das hat uns sofort gefallen. Das Wetter war super. Das Herbstlaub leuchtete im Sonnenschein.

 

Ein wenig Aufregung war natürlich wie immer mit am Start und als 9 Uhr die Pistole knallte begaben sich gut 700 Läufer über die Marathonstrecke in Bewegung. Die ersten 10 Kilometer waren trotz leichter Anstiege schnell Geschichte. Bis Kilometer 15 durfte ich mich sogar in führender Position aufhalten, doch dann kam der steile Anstieg zum Brockengipfel und plötzlich hörte ich eine Damenstimme hinter mir. Tatiana Mitkina war im Anmarsch und huschte flotten Schrittes den Anstieg an mir vorbei. Inzwischen wurde es auch deutlich ungemütlicher. Der Wind nahm zu und der Nebel ebenfalls. Doch ich mag das irgendwie. Die dünne Laufjacke, die ich dabei hatte streifte ich nun besser mal über. Ein Paar Handschuhe wären noch gut gewesen, aber die warteten im Zielrucksack. Na gut.

 

Der Gipfel selbst war nach 19 km erzwungen. Ich hatte gar nicht gleich kapiert, dass ich „schon“ oben bin, denn der Funkturm hüllte sich wieder einmal in Wolken. Oben waren 1,9°C und der Wind fegte uns mit 50km/h entgegen, so der Wetterdienst vom Brocken Haus. Das ergibt eine Wind-Chill Temperatur von -15°C. Huuuu, nur schnell weg hier.

 

Ich legte den Turbo noch mal ein, ein Versuch Tatiana noch einmal einzuholen, denn bergab das kann ich :-) Doch sie wohl auch, denn im Ziel blieb es bei Platz zwei. Auch fein.

 

Zur Belohnung gab es dieses Mal eine chice Schärpe, wie bei der Miss Wahl. Stolz wie Bolle führte ich diese heim wo sie jetzt mit zur Pokalfamilie gehört. 

Fackeln im Sturm

08. Oktober 2012

 

Mal wieder was Schnelles gefällig? Noch dazu zum Freitagabend im Fackelschein? Na aber gern doch. Also auf zum Pirnaer Citylauf.

 

Als ein schönes Event hatte ich es in Erinnerung und habe deshalb kurzfristig gleich noch eine Kollegin mit akquiriert, die mich spontan begleitet hat. Sturm hat es zum Glück nicht gegeben, denn entgegen des Nachmittags war der Abend noch einmal richtig schön angenehm. So hat das alles gleich doppelt Spaß gemacht.



 

Die Strecke ist ein Rundkurs durch die Pirnaer Altstadt, zwar aufgrund der vielen Kurven und des Kopfsteinpflasters ziemlich eckig und kantig, aber dafür sehr kurzweilig, weil 8 Runden gelaufen werden müssen über die 10,4 km. Genau mein Ding, weil man immer wieder an den Zuschauern vorbeikommt, die so schön anfeuern.

 

Als einer der letzten Wettkämpfe in der Saison ging der kurze Kanten mächtig gut. Über 1:30 min war ich schneller als noch zwei Jahre zuvor. Das hat mich natürlich gefreut. Obendrein ist sogar der Gesamtsieg mit rausgesprungen. Wenn ich das annähernd mit auf den Brocken Marathon am Samstag nehmen könnte, würde ich mich sehr freuen. Schauen wir mal…

 

Am Samstag dann war ich wieder im Dienste der Vortragstante unterwegs. Dieses Mal bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Thema: „Wie bringe ich mich und andere in Bewegung“ Ich hoffe, das ist ein klein wenig gelungen zu vermitteln. Mir hat es auf jeden Fall Freude bereitet, so wie es das immer tut, wenn ich andere Menschen ein stückweit mit meiner Begeisterung anzustecken versuche.

Mal wieder MTB und Berliner
Luft geschnuppert

01. Oktober 2012

 

Jetzt ist es doch schon wieder etwas länger her und doch möchte ich noch ein paar Zeilen darüber verlieren. Nach drei Jahren Abstinenz (wow, ist es wirklich so lange her) habe ich mich mal wieder auf den Weg zu einem Mounti Rennen begeben. Auf zu einem Besuch bei der lieben Omi, auf ins erzgebirgische Geyer.

 

Dort fand am 9. September der Greifenstein Bike Marathon statt. Tags zuvor hatte ich mich im Rahmen unseres Firmensportfestes noch auf die 10 km Laufrunde begeben. Leider war ich die einzige Dame und damit war mir der
Pokal sicher. Auch gut :-) Der blitzt mich nun täglich von Schreibtisch aus an.

 

Doch zurück ins Gebirge. Wenn schon denn schon den weiten Weg mit dem vierrädrigen Gefährt zurücklegen, dann auch mit dem Zweirad die volle Strecke. Volle Strecke heißt in dem Fall 90 km. Nicht allzu viele Wütige nahmen diese Strecke in Angriff, sondern zogen die 30 oder 60 km vor. Das machte mir als Mountainbike technische Null ein wenig Angst. Diesmal war das weibliche Geschlecht wenigstens zu zweit, d.h. das Podium war schon wieder sicher :-) Ok, dann mal los.

 

Die Dame vorsichtshalber aus der letzten Startreihe, denn behindern mag ich niemanden, schon gar nicht in den Abfahrten. Angsthase Pfeffernase fährt da nämlich stets etwas… naja. Keine zwei Inuten vergingen und ich war…? Letzte natürlich. Oh je. Die Streckenposten haben mir immer motivierende Worte zugerufen a la: „Schön durchhalten“ oder „Los, weiter geht’s“ Ich musste ein wenig schmunzeln.

 

Nach der ersten von drei Runden hatte ich dann aber immerhin vier Männer wieder hinter mir gelassen. Doch das sollte sich bald wieder ändern, nachdem ich Doofi zwei Mal den falschen Abzweig gewählt hatte. Nach einiger Zeit wieder on the road again erneut… LETZTE. Ok, wieder aufholen, überholen, lächeln.

 

Irgendwann auch im Ziel und glücklich. Hat Spaß gemacht. Zur Belohnung gab es der weltschönsten Finishermedaille geschnitzt aus Holz und bei Omi dann Klöße mit Roulade. Die Anstrengung hatte sich gelohnt.

 

Seit dem habe ich mich dann läuferisch noch ein wenig betätigt, denn am 13.10. will ich den Brocken Marathon nochmal in Angriff nehmen. Dann ist das sportliche Jahr 2012 endgültig abgeschlossen. Doch auf dem Weg dahin gab es noch ein kleines geheimes Highlight… Berlin Marathon. Zurück zu den Wurzeln. Dort hat alles begonnen. Der Nachbar war dieses Mal an der Reihe mit dem Ziel neue Bestzeit (geschafft!) und wir zum Anfeuern dabei und ich auch kurzfristig noch mittendrin. Herrlich.

Unterwegs mit dem "Säbelzahntiger" und den "krassen Typen"

10. September 2012

 

Hoher Besuch kündigte sich kurz nach meinem Norwegentrip in unseren sächsischen Gefilden an. Die Herren vom Trail Magazin machten sich auf den Weg ins Elbsandsteingebirge.

 

Aktuell wird in jeder Ausgabe des Magazins ein Revier vorgestellt. Nach Harz, Eifel & Co waren wir nun an der Reihe und ich wurde als Revierguide alias Sachsenschnittchen auserkoren. Welch Ehre. Von Freitag bis Sonntag wurde ordentlich durch die Gegend gefetzt und die Mühe mit chicen Routen aufzuwarten wurde belohnt, denn es gab ein Lob oder besser gesagt Bienchen ins Muttiheft ;-) und das von den beiden Herren, die in den Alpen zu Hause und inzwischen auf sämtlichen Trails dieser Welt unterwegs sind.

 

Wilde Hölle, Affensteinpromenade, Schrammsteine & Co wurden von den beiden sowie der restlichen Läuferschar, mit denen wir am Sontag gemeinsam unterwegs waren, für gut und tauglich gefunden. Doch lest einfach mehr in der nächsten Ausgabe des Trail Magazins. Und ja, an der Stelle werde ich bewusst Werbung platzieren:

www.trail-magazin.de

 

Ein absolutes Muss für Läufer, die Abwechslung lieben, auch mal der Nase nach flitzen und Kilometerzeiten & Co gern mal vernachlässigen.

 

Danke auch an Grippy Gripmaster der uns vom Säbelzahntiger berichtet und sehr feine Fotos gemacht hat.

www.gripmastertrails.com

Die Zwei als Zahl des Tages

30. August 2012

 

Eines muss ich noch oben drauflegen, nahezu zwei Wochen nach dem Event.

 

Aurlandsfjellet Xtreme Triathlon lautet das Zauberwort. Der Versuch bestand darin zwei Wochen nach meiner Teilnahme beim Norseman einen zweiten Extremtriathlon zu absolvieren. Ich wollte mir ein wenig Zeit zur Entscheidung lassen, doch nach gut einer Woche Urlaub fühlte ich mich schon wieder ganz ok, so dass ich meinte es probieren zu können, allerdings just for fun, ganz ohne Druck. Das war die Voraussetzung.

 

Hinter dem Axtri, so wird der Wettkampf in Kurzform bezeichnet, verbirgt sich ein Mitteldistanz Triathlon, der mit zarten 4.200 Höhenmetern bespickt ist. 3.050 davon werden auf der 94 km langen Radstrecke absolviert.

 

Mit der Startnummer zwei wurde ich vom Veranstalter an den Start gescheucht – wenn das mal kein Erfolgszwang war :-) Nachdem wir die Tage vor dem Wettkampf viel Sonne und keinerlei Regen hatten, ich sogar das Bikinioberteil mal aus der Tasche gekramt hatte, hatten wir am Wettkampftag was? Regen natürlich und selbstverständlich in Strömen. Puh, schnell das Schutzblech montiert, die wasserdichten Schuhe hervorgekramt und die Regenjacke an den Wechselplatz positioniert.

 

Alles begann von vorn, nur eben halb so lang. Auftakt über 1,9 km Schwimmen im diesmal immerhin 15 Grad kalten Fjord, 94 km entweder bergan oder bergab Radfahren – extrem eben – und abschließend noch ein netter Berglauf über 21,1 km. Super chic, da Natur pur.

 

Insgesamt hat es sich körperlich trotzdem ok angefühlt. Gut, viel Druck kann man insgesamt nicht erwarten, 2 Wochen nach einer Langdistanz, aber trotzdem ist es machbar gewesen. Immerhin habe ich für die ganze Geschichte circa 8:15 h benötigt, alles schon nochmal eine ordentliche Gesamtbelastungsdauer.

 

Aber trotzdem, es hat sich gelohnt früh aus dem Bett zu schälen und durch den Regen zu kämpfen. Belohnung Nummer zwei?! Ein zweiter Platz natürlich :-)

Interview bei slowtwitch
29. August 2012

 

Seht her, anbei ein Interview nach dem Norseman.

 

Wie gewohnt aufs Logo klicken...

Endlich ist er da!

27. Auguts 2012





DER aktuelle Norseman Film ist online.

 

Wow, mein Herz klopft wie wild. So viele Erinnerungen an diese unvergesslichen Stunden, die tollen Bilder...

Nur am Englisch müssen wir noch bissl feilen, besonders in der Aufregung ;-)

More Media
16. August 2012

Look, look, look: ein aktueller Artikel aus der Zeitung Morgenpost unter "Media" sowie weiterhin zwei Onlineartikeln bei tri2b als auch slowtwitch, dem größten englischsprachigen Triathlonportal UND obendrein noch ein paar sehr sehr schöne Norseman Galerien... Wirkllich super schön.

 

Einfach auf das Bild / Logo klicken und los geht es.

Artikel Norseman
Artikel Norseman
Diverse Fotogalerien Norseman
Fotogalerie Norseman

Von Männern ohne Strümpfen, wilden Pferden auf zwei Rädern und heißen Sohlen
Mein Norseman-Report

14. August 2012


Keine bessere Idee habe ich dieses Mal im Kopf, um den Titel des Norseman Rennberichtes zu formulieren. Normalerweise habe ich diesen schon immer längst im Ziel eines Wettkampfes parat, weil ich unterwegs Zeit habe um darüber nachzudenken. Sei's drum. Ein gewisser Titelsinn wird sich dem Leser trotzdem noch erschließen.

Nun aber los: NORSEMAN – mein für 2012 auserkorener Hauptwettkampf. Lange hatte ich über dieses Rennen nachgedacht und seit dem ich das Foto von den Verrückten auf der Fähre gesehen habe, hat mich dieses nicht mehr losgelassen. Nachdem ich letztes Jahr in Roth den Traum von Sub 10 in zeitlicher und platzierungstechnischer Hinsicht verwirklicht hatte, war es also Zeit für ein neues Abenteuer und als ein solches kann man den Wettkampf im hohen Norden, mit einer Schwimmstrecke im eiskalten Fjordwasser, 3.500 Höhenmetern auf der Rad- sowie 1.500 auf der Laufstrecke, Regen und Temperaturen um die 10 Grad, wirklich bezeichnen.

Am Mittwoch vor dem Rennen machten wir uns auf, die Strecke Dresden – Eidfjord zu absolvieren. Nahezu zwei Tage sollte es dauern und wir waren tatsächlich froh, als wir endlich da waren.

Durchatmen.

Es blieben noch zwei Tage für die letzten Vorbereitungen, Wettkampfbesprechung und all dem was sonst noch so vor einem Triathlon ansteht. Freitag war noch ein erstes Antesten des mit 14 Grad als eher kühl einzustufenden Fjordwassers vorgesehen. Hui hui hui warm ist tatsächlich etwas anderes, doch der stechende Schmerz an Wangen und Händen ließ nach einigen Minuten glücklicherweise nach :-) Nur gut hatte ich so eine tolle Neoprenkappe im Gepäck (Danke Zippo). Damit waren die Ohren gut abgedeckt und somit das Gleichgewichtsorgan geschützt. Mit diesem Thema hatte ich vor geraumer Zeit im Übermut schon mal schlechte Erfahrungen gemacht... Den Schönheitspreis habe ich damit zwar nicht gewonnen, aber ein Satz warme Ohren waren in dem Moment auch deutlich mehr wert.

Samstag dann Wettkampfeinweisung und zu guter Letzt stand das Packen der zahlreichen Beutel auf dem Plan, so dass mein Supporter für einen Tag, für alle wettertechnischen Eventualitäten gerüstet war. Essen und Trinken wurde vorsortiert und das Gesamtkonzept noch einmal durchgesprochen. Beim Norseman ist es nämlich so, dass ein Supporter pro Starter Pflicht ist, der sich unter anderem um das Leerräumen der Wechselzone und die komplette Wettkampfverpflegung kümmert. Und wenn er dies geschafft hat, darf/muss er zu guter Letzt auch noch den 4,7 km langen Schlussanstieg auf den Gaustatoppen zusammen mit seinem Starter in Angriff nehmen.

Ich war froh, als wir das Gepacke und die Planerei endlich hinter uns hatten. Der Wettkampf konnte und sollte nun endlich kommen. Aufgewühlt und doch kaputt zog ich mich an diesem Abend beizeiten zurück.

2:30 Uhr Wecker ausdrücken, Frühstücken, Angst verspüren. Aaaangst... ja tatsächlich, ich hatte die Hosen voll – vor dem Sprung ins Wasser (den ich mir so lange vorgestellt hatte), dem eiskalten Wasser, den vielen Höhenmetern und der langen Gesamtdauer des Wettkampfes. Würde es mit dem Essen nach 12, 13 Stunden noch immer funktionieren, wie komme ich mit der Kälte auch auf dem Rad zurecht, was sagen die Muskeln. Fragen über Fragen, die ich mir nur selbst im Laufe des Tages in Form von Erfahrungen beantworten konnte.

An der Wechselzone eins angekommen trafen nach und nach die Athleten im noch dunklen Eidfjord ein. Doch trotzdem ging es noch ein stückweit ruhiger als bei den „normalen“ Triathlons zu. Dann endlich kam sie, die große Fähre und sah, das muss ich zugeben, schon ein wenig gespenstisch aus. Dieses große Stück Stahl blickte kühl auf uns herab. Leider durfte keiner der Supporter dieses Jahr mit hinauf, so dass es 4 Uhr endgültig galt sich zu verabschieden. Aaaangst – da war sie wieder. Zum Glück hatte ich Katrin aus Hamburg zwei Tage zuvor beim Abholen der Startunterlagen kennengelernt. Gemeinsam konnten wir uns ein wenig Mut zusprechen und die letzten Minuten beistehen. Zwei Chicks, die allerdings nicht das sogenannte „Chicken door“ (ein Notausstieg für ganz Ängstliche) nutzen würden. Nein, wir wollten es natürlich wissen und von oben springen. Logo. Schnell das Pfötchen der Anderen gepackt und 3-2-1 rein. Unten angekommen ein breites Grinsen – das wäre dann fürs Erste schon mal geschafft :-)

Einige Minuten später dann der erlösende Startschuss in Form des Fährenhorns. Nach anfänglichem Gewühl hatte ich schnell mein Tempo gefunden UND meinen Schwimmpartner. Der namenlose Herr alias Mann ohne Socken (verrückter Hund) legte einen super Rhythmus vor und erstmalig habe ich es hinbekommen mir „Füße zu suchen“ und sie auch zu finden. Wow, das war eine echte Hilfe, vor allem was das Orientieren anging. Als Dank klatsche ich den armen Kerl immer wieder an den Füßen ab. Anfängerin ich. Insgeheim hätte er mir dafür sicher gern die Leviten gelesen.

Nach geraumer Zeit wurde es dann aber doch mehr und mehr ungemütlich im 13,5 Grad frischen Nass und ich sehnte mir den Wechsel auf das Rad herbei. Ich spürte wie die Kälte mehr und mehr durch den Körper fuhr und bald war er endlich in Sicht, der Schwimmausstieg. Dort wartete auch schon mein Supporter auf mich, um mich nackig zu machen, aber mir sogleich auch wieder in mollige trockene Sachen zu helfen ;-)

Nach kurzer Zeit auf dem Rad wagte ich einen Blick auf die Uhr und ahnte anhand der aktuellen Uhrzeit, dass ich wohl unter einer Stunde geschwommen sein musste. Ich wusste bis dato nur, dass ich first woman out of water war. Wow zum Zweiten, denn dies ist eine echte Premiere und ein wirklich tolles neues Gefühl gewesen. Das Protokoll im Nachgang besagt 59 Minuten. Wir stimmen ein: „Hast's fein gemacht, hast's fein gemacht, da wirste auch nicht ausgelacht...“

Nach den ersten circa sechs tendenziell flachen Kilometern begann die Jagd auf die Höhenmeter auch schon. Die Devise hieß allerdings: immer schön ruhig bleiben, der Tag ist noch lang und so kurbelte ich gleichmäßig die Berge hoch und runter. Bis etwa km 100 hatte ich die Führungsposition inne behalten, doch ich sah anhand der Supporter Autos, welche die Startnummern ihrer Athleten in der Heckscheibe kleben mussten, dass da einige mehr Damen um mich herum waren, denn immer und immer wieder überholten die Helfer mich, nachdem sie ihre Athleten vom Streckenrand aus verpflegt hatten. Der Vorsprung zur zweiten Frau verkleinerte sich stetig und ich bereitete mich innerlich auf das nahende Überholmanöver vor. Doch ich sah ihm überraschend gelassen entgegen. Ich trug an diesem Sonntag irgendeine seltsame Selbstsicherheit in mir... Cesille Hegna fuhr wie ein Wirbelwind und alsbald zog sie an mir vorüber. Bis etwa km 130 bekam ich sie vorerst auch nicht wieder zu Gesicht. Doch als es in die letzten Berge ging tauchte sie plötzlich wieder auf, am Horizont. Ich witterte meine Chance und nutze sie. Beim Vorbeifahren blieb mir nur eines: ein Grinsen und „You crazy horse“ zu sagen. Das Weib ist die Berge runtergesaust als gäbe es kein Morgen mehr. Der pure Wahnsinn. Und so kam es wie es kommen musste, dass sie mich auf die letzten tendenziell absteigenden Kilometer noch einmal stehen ließ. Dieses Mal war sie es, die das breitere Grinsen im Gesicht hatte :-)

In der Wechselzone zwei angekommen wurde zügig alles notwendige ausgetauscht und auf ging es. Cesilie war in greifbarer Nähe und mit jedem Schritt kam ich einen näher und bald durfte ich die Führungsposition wieder übernehmen. Das Gefühl beim Lauf auf die ersten 20 Kilometer war durchweg sehr gut. Es hieß Platz drei und vier wären deutlich hinter mir. Lediglich eine der beiden Ladies würden sehr zügig laufen. Das es letztlich so zügig war hatte ich nicht so recht auf dem Schirm, denn bei meiner nächsten Nachfrage, bei Kilometer 20 waren es nur noch läppische 1:30 min, die Charlotte Knudsen mir den Vortritt ließ. Nun aber mal langsam raus aus der Wohlfühlzone, Fräulein Finger.

Der etwas höhere Gang hatte Erfolg und sie konnte mich bis zu Beginn des legendären „Zombie Hill“ bei Kilometer 25 immerhin nicht mehr einholen. Doch trotzdem schmolz der Abstand auf nur noch 45 Sekunden. Ich hoffte in den Bergen etwas stärker zu sein als sie. Anfangs sah dem auch so aus, denn sie begann zu gehen und ich konnte immerhin noch ruhig tippeln – rennen will ich es mal nicht nennen. So kämpfte ich mich Serpentine für Serpentine nach oben. Mit Erfolg, denn der Vorsprung wuchs wieder auf etwa vier Minuten an. Geschafft dachte ich, aber denkste Puppe, denn auf einem längeren etwas flacheren Stück holte Charlotte noch einmal ordentlich Luft und nahm erneut Anlauf. Wieder war sie mir auf den Versen und ehe ich mich versah war mein hart erkämpfter Vorsprung erneut auf 45 Sekunden weggeschmolzen. Nun kam Andreas zur Verstärkung, denn wie schon erwähnt muss jeder Starter mit einem Supporter die letzten 4,7 km in Angriff nehmen. Der Gaustatoppen war zwar in greifbarer Nähe aber trotzdem noch immer verdammt weit weg. Ich wusste, dass ich mich von dem Punkt aus noch immer etwa eine Stunde bis zum Ziel gedulden musste. Viel mehr Tempo lässt der steile Schlussanstieg nicht zu.

Es war ein harter Kampf und anfangs kam ein leises Zweifeln in mir hoch. Schaffe ich es den ersten Platz zu verteidigen. Ich war schon mächtig platt und kurz davor mich gedanklich mit dem zweiten Platz abzufinden, doch nicht so mein Supporter. Er feuerte mich immer und immer wieder an. „Los komm Nettl, komm!“ Ich gab alles, wirklich alles auf diese letzten Kilometer und konnte erst kurz vor Schluss, als die Zielfahnen in wirklich greifbarer Nähe waren, glauben, dass ich es schaffe beim 10. Norseman als erste Frau am Gipfel abzuschlagen.

Der Rest ging wie im Traum an mir vorbei. Eine Decke um meine Schulter, viele Blitzlichter, das ein oder andere Mikro vorm Gesicht, eine warme Suppe...

Charlotte konnte ich auf diesem letzten Stück noch einmal fast 12 Minuten abnehmen. Verrückt. Zu diesem ersten Platz kommt noch eine tolle neue Streckenrekordzeit von 12:17 h. Wow zum Dritten.

Was bleibt zu sagen? Mit dem Norseman ist ein weiter Traum Wirklichkeit geworden. Diesen tollen Wettkampf im Norden zu bestreiten war genau die richtige Entscheidung. Wenn ich im Nachgang die zahlreichen wunderschönen Bilder ansehe bestätigt sich dies nur noch einmal mehr. Der Norseman ist ein Wettkampf für jeden, der ein Stück Abenteuer, neue Herausforderung, Natur, Erlebnis, Atmosphäre und Abwechslung vom „normalen“ Langdistanzzirkus sucht. Schön das ich dabei gewesen bin.

DER perfekte Tag?

07. August 2012

 

Ja, so fühlt sich das wohl an.. So gut, dass ich es aktuell weder fassen kann noch verarbeitet habe.

 

Ich habe den Norseman 2012 beim 10 jährigen Jubiläumsrennen mit einem neuen absolut überwältigendem Streckenrekord von 12:17 h gewonnen.

 

1000 Dinge gingen mir unterwegs durch den Kopf. Ein genauer Bericht wird nach dem Urlaub folgen. Doch soviel vorab: der Norseman ist ein Traum von einem Erlebnis. Natur, Menschen, Wettkampfgeist und Abenteuer harmonieren perfekt miteinander. Immer und immer wieder habe ich innerlich mit dem Kopf geschüttelt - hier dabei sein zu drüfen ist etwas ganz Besonderes.

 

Die "ersten" 208,8 km waren trotz (oder gerade deshalb) 13,6 Grad kalten Wasser und unzähligen Höhenmetern und zum Teil starken Regens geprägt von Genuss, Wohlbefinden, Träume erleben und Spaß. Aber es ist wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass es zum Ende ein wirklich harter Kampf wurde, der mich mental nur einmal mehr gestärkt, jedoch physisch auch unheimlich Kraft gekostet hat. Ich glaube so nah wie am Sonntag bin ich noch nie an meine körperliche Grenze gegangen. Mit läppischen 45 Sekunden Vorsprung auf die letzten 4,7 km in den alpinen Schlussanstieg zu gehen und diesen dann wieder auf verrückte 12 Minuten auszubauen, ich glaube da kann sich jeder vorstellen, welche Kräfte wir zu mobilisieren vermögen.

 

Andreas hat dabei eine wahnsinnige Leistung als Helfer abgeleistet, bis zum letzen Meter - ohne ihn wäre das definitiv nicht machbar gewesen.

 

Doch auch der Rest meines ganz persönlichen supporter Teams - ohne Worte. Ihr seid die absolut Besten und ich glaube bei einem Großteil der Athleten ebenfalls auf Platz eins der Stimmungsmacherskala!!! Mich extra nach Norwegen zu begleiten, mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen, da zu sein. Was soll ich sagen??? Mamsl, Markus, Conny, Stefanie und der wohl verrückteste Hund auf Erden Mario...

 

Trainerin Ute, zu dir muss ich nicht mehr sagen - du warst am Sonntag innerlich ganz oft bei mir. Deine Energie ist angekommen und ich glaube wir haben da gemeinsam etwas Sensationelles geleistet. DANKE.

 

Auch all die Anderen, die gedanklich da waren, Wünsche und Glückwünsche geschickt haben - ihr ahnt nur, was es mir bedeutet.

 

Die letzten beiden Tage gingen mir so viele Dinge durch den Kopf... noch mehr werden mir einfallen und bald bekommt ihr mehr davon zu lesen. Doch bevor es noch emotionaller als eh schon wird :-) heißt es vorerst: over und Ende.

 

STOP: noch ein Link zu einem Bericht auf tri-mag. Einfach auf das Bild klicken.

Artikel tri-mag

Mind over matters

24. Juli 2012

 

Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit wo ich die Tage rückwärts zu zählen beginne. Zeitweilig ist es auch schon da, dieses gewisse Gefühl. Ich glaube man nennt es Vorwettkampfstimmung… eine Mischung aus Vorfreude, Aufregung und Gespanntheit. Der Kopf spielt schon jetzt eine große wichtige Rolle. Mind over matters, eben.

 

Nächsten Mittwoch werden wir uns also in Richtung Norwegen begeben, ins Land der Trolle :-) Es bleibt zu hoffen, die guten sind auf meiner Seite.

 

Auch dieses Mal werden einige Personen den Weg auf sich nehmen, der dieses Mal wirklich laaaang ist, um dabei und da zu sein. Das ist eine große Sache für mich und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dies  zu schätzen weiß!!! DIE Portion Extrapower.

 

Frau Trainerin hat mich auch noch einmal eingelotet. Ute, unterwegs wirst auch du ganz nah dabei sein.

Versprochen und niemals gebrochen: ich werde mit ganzem Herzen dabei sein und mein Bestes geben.

 

Nun genug der Worte. Ich lehne mich zurück und lasse noch ein paar Bilder aus dem Jahr 2010 sprechen:

Und weil es sooo schön war auch der Film aus dem letzten Jahr gleich noch einmal:

Have a look

12. Juli 2012

 

Die Morgenpost war beim Training zu Gast und hat einen netten Artikel verfasst - Danke Enrico!

 

Doch lest selbst unter der Rubrik "Media".

Go Papsl go

12. Juli 2012

 

Nachdem ich den Herrn Papa im letzten Jahr wohl doch noch einmal mit dem Langdistanzfieber infiziert habe und er sich mit der Erfüllung meines Traumes in Roth 2011 überlegt hat: „Da muss ich auch noch einmal hin“, ging alles ganz schnell. Der Startplatz für 2012 wurde gelöst und einige Monate später war es dann soweit.

 

Weil unter anderen er mir im letzten Jahr so viel Kraft auf der Strecke verliehen hat war klar, dass ich 2012 einen Teil davon zurückgeben werde.

 

Vorab stand jedoch noch die Überlegung: wie kann ich meine Norseman Vorbereitung mit dem Anfeuern kombinieren? Ganz klar: ich mische mich unter die Staffelteilnehmer. Das Radfahren schien mir am geeignetsten. Nachdem ich mit Dirk und Thomas (liebe Grüße an der Stelle) zwei sehr nette Mitstreiter finden konnte, war auch das „Problem“ gelöst. Die Staffelteilnahme bot einen weiteren Vorteil. Mit dem Teilnehmerbändchen durfte ich in den Wechselgarten und konnte dem Papsl noch ein paar aufmunternde Worte zusprechen. Nachdem er das Schwimmen sehr gut absolviert hatte, ließ ich ihn für die nächsten Stunden allein, denn 9:50 Uhr war auch unser Start. Dirk musste zuerst ran. Nachdem er dem kühlen Nass entstiegen war, ging es für mich auch los. 180 km Radfahren, mit angezogener Handbremse, so hatte es die Trainerin angeordnet und so wurde es natürlich befolgt :-) Die erste Runde war ganz schön zäh, weil der Wind einfach von überall zu kommen schien, natürlich stets von vorn ;-) Doch was soll‘s, schön war es einfach dabei zu sein, wenngleich es ein ganz anderes Gefühl als ein Jahr zuvor war, ich zahlreiche Dinge ganz anders wahrgenommen habe. Nach circa 5:25 h hatte ich die Distanz geschafft und konnte den Staffelstab an unseren Läufer Thomas übergeben. In dem Moment, das gebe ich zu, war ich auch gar nicht so böse darüber, nicht mehr laufen zu müssen.

 

Schnell die verschwitzen Sachen gegen frische getauscht, im Auto das Mounti ausgeladen und ab auf die Laufstrecke. Nun war der Fokus wieder auf den Herrn Papa gerichtet. Ob es ihm gut gehen würde??? Erst bei Kilometer 28 sahen wir uns wieder. Er kämpfte, das sah ich schon von weiten. Doch das er noch kämpfte, war gut, denn wie ich anschließend erfahren habe, hatte er beim Radfahren einige Federn lassen müssen und mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Zum Glück bloß Gedankenverirrung. Die letzten Kilometer dann verfolgten wir ihn noch mit dem Rad – nur nicht zu lange gehen und gut ins Ziel kommen. Das tat er dann auch. Nach 11:24 h lief er ins Stadion ein. Ich war froh und freute mich unheimlich für ihn. Er hatte sich durchgebissen. Da ist das Töchterlein sehr stolz!!! 

Naja...

02. Juli 2012

 

Damit sei kurz und knapp der Regionalligawettkampf am vergangenen Samstag beschrieben, der im Rahmen des Cottbuser Messetriathlons ausgetragen wurde.

 

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen meinen Berichten einen überwiegend positiven Touch zu geben und Nörgeleine a la das ging nicht und jenes hat nicht funktioniert außen vor zu lassen, denn mein Ziel ist es das Positive an dem Sport zu vermitteln und anderen Lust zu machen eigene Herausforderungen anzunehmen. Dieses Mal gelingt es mir allerdings leider nicht.

 

Jedoch das Positive vorab: ich habe mich während des Wettkampfes körperlich sehr gut gefühlt und konnte eine für mich gute Leistung erzielen. Ziel schneller Vorbereitungsreiz = erzielt

 

Wir Damen des TV Dresden sind in zahlreicher und starker Besetzung angetreten. Mit Jana, Anna, Susi sowie Virginie hatten wir gute Chancen auf das Tagespodest.

 

Der Wettkampfauftakt fand in der Spree statt. Wegen der vorantreibenden Strömung wurde die Schwimmstrecke von 750 auf 1000 m verlängert. Anschließend ging es aufs Rad und was da passierte… es macht(e) mich stinksauer und wenn ich den Wettkampf nicht für die Vorbereitung geplant hätte, wäre ich nach spätestens drei Kilometern vom Zweirad gestiegen. Meine Art des Protestes, zwecklos zwar aber besser als mit den Schultern zu zucken und lächelnd zu sagen: „Es ging ja nicht anders“.

 

Es überholte mich ein erstes etwa 10 Mann (und Frau) starkes Feld und es folgte ein noch größeres. Immerhin das Equipment hat zu 80% gestimmt – die B-Note ist schließlich auch wichtig, für das Mitrollen im Windschatten ;-)

 

Selbst Schuld kann man sagen. Klar hätte ich mich gemütlich 20 Kilometer mitziehen lassen können, aber getreu dem Motto: wenig Aufwand, tolle Leistung ist nicht meine Art, zumindest dann nicht, wenn die Regeln anders lauten. Der Veranstalter hätte vorbeugen können, indem die Frauen einfach ein paar Minuten früher gestartet wären und Windschattenfreigabe von vornherein erteilt hätte. dann wäre der Radpart wenigstens halbwegs fair gewesen… und deutlich gefahrenloser, denn Aerolenker und 60 Mann Pulks ist nix gut. Zum Glück ist nichts passiert. Clever wie die Herren Veranstalter / Kampfrichter jedoch waren, wurde das Windschattenverbot kurzerhand nach dem Wettkampf aufgehoben. Problem gelöst. Aber was rege ich mich auf… Abgehakt.

 

Halt noch nicht ganz, denn beim Laufen ging es ja noch weiter. Ich staunte nicht schlecht, als plötzlich eine handvoll Damen aus einer ganz anderen Richtung angelaufen kamen als ich. Sie hatten die falsche Abbiegung genommen und versehentlich einige Meter eingespart. Man kann es ihnen nicht einmal verübeln, wenn weder Absperrung noch Streckenposten vorhanden sind. Aber auch das hat keinen interessiert.

 

So nun ist’s aber genug mit der ollen Meckerei. Das Damen- sowie Masterteam konnte sich den Tagessieg sichern und die Herren der TV Dresden Schöpfung den dritten Platz. 

Don’t worry, be happy – Europameisterin in der Altersklasse, aber Hallo

11. Juni 2012

 

Auch dieses Jahr sollte es zur Challenge Kraichgau gehen. Kurze Zeit später wurde sogar verkündet, dass der Veranstalter in 2012 den Zuschlag für die ETU Europameisterschaft erhalten hat. Wow, wir als Teil einer EM. Wir freuten uns riesig.

 

Die Monate verflogen und gestern war es dann auch schon so weit. Fast 2000 Athleten brachten den Hardtsee zum Kochen. Gestartet wurde glücklicherweise in Wellen zu ca. 500 Personen, so dass sich der Kampf in Grenzen hielt. Ein paar Sekunden früher als im letzten Jahr konnte ich den Fluten entsteigen und auf den Feuerofen namens Rad wechseln. Die liebe Trainerin Ute war heut auch vor Ort und hatte mich schon vorher gewarnt, dass die Beine zu Beginn schwer sein würden, weil das Trainingslager eine Woche zuvor noch zu stark in den Muskeln sitzt. Ich hoffe, diese Prophezeiung hatte mich gedanklich nicht allzu sehr vorgeimpft, aber es war dann tatsächlich so. Ich habe gute 30 km gebraucht, bis ich mich etwas wohler gefühlt habe, eine neue Erfahrung für mich. Nichts desto trotz habe ich alles gegeben und ordentlich versucht reinzutreten. Der Wechsel zum Laufen dann 3 Minuten später als im Jahr zuvor. Doch kein Grund zum Schnute ziehen, denn am Rand standen einige Freunde, die ordentlich anfeuerten. Das gab noch einmal Kraft, so dass ich noch einen zufriedenstellenden Halbmarathon in 1:31 absolvieren konnte. So kam ich nach 4:47 h als 16. Frau gesamt und 1. In der Altersklasse ins Ziel. Von nun an darf ich mich also Europameisterin in der AK nennen :-) 

 

Zugegeben, das Glücksgefühl wie im letzten Jahr, war leider trotzdem nicht da, denn JA ich wollte den Top Ten Platz und JA ich wollte auch die Zeit unter 4:40 h, aber wollen und können sind eben zweierlei, auch wenn ich weiß, dass ich es kann. Die liebe Trainerin hat im Nachgang erst einmal wieder in die Schranken gewiesen: „Mädel, eine Woche nach einem intensiven Trainingslager…“ Recht hat sie, ich weiß es ja.

 

Das Gute daran? Der Hunger auf den Norseman ist nur noch größer geworden, aber wahrscheinlich war das auch ihr teuflischer Plan ;-)

Von Katzenzungen am Wegesrand und Mortadella Würsten im See

06. Juni 2012

 

Endlich war es auch für mich soweit, eine ganze Woche Radfahren im Süden. Auf nach Südtirol, Pässe erkunden und Oberschenkel formen!

 

Die Route Dresden - St. Ulrich war mal wieder schnell erledigt. Eben noch am Bürotisch und einige Stunden später schon der Blick auf Sellajoch und Lang- sowie Plattkofel gerichtet. Ein Traum. Obendrein noch eine Ferienwohnung, die keinerlei Eingewöhnungsphase bedurfte und seinesgleichen sucht.

 

Nach einer ersten kleinen Einrolltour am Samstag nutzen wir ab Sonntag die wertvolle Zeit und das wunderbare Wetter ausgiebig, um Grödnerjoch & Co zu erobern. Petrus war täglich auf unserer Seite und so konnten wir uns ausgiebig austoben, Bräune erhaschen und Kilometer sammeln. Nicht rund um das Grödnertal waren wir unterwegs, sondern auch in Richtung Kalterer See, den man wunderbar problemlos über den Eisacktal Radweg erreichen kann. Dort zieren sogar zahlreiche Kunstgebilde den Seitenstreifen – eine interessante Abwechslung. PS: mein Lieblingsobjekt ist die Katze mit der langen Zunge, nennen wir sie Schleck- oder auch Naschkatze - was für sie die süße Milch ist für mich das italienische Eis :-)

 

Das schöne in der Ecke der Alpen die Abwechslung zwischen schroffen Felsen und dem entspannten Flair entlang der Weinstraße. Im tiefblauen Kalterer See kann man herrlich Freiwasserschwimmen und in den Pausen in Rückenlage auf die Berge starren. Ein toller Mix. Übrigens kommt auch hier wieder eine italienische Spezialität zur Geltung: große orange Schwimmbojen, die eingewickelten Mortadella Würsten ähneln… (prima Orientierungshilfe) Wenn ich das hier lese, scheint es mir als ob ich permanent im Energiedefizit war ;-) Gedanklich nur beim Essen. Tztztz. Aber sei‘s drum.

 

Kurzum: eine gelungene Woche, die viel zu schnell vorbei war jedoch noch gekrönt wurde mit einem abschließenden Sprinttriathlon am Wörthersee, im Rahmen dessen gleichzeitig die Österreichische Meisterschaft ausgetragen wurde.

 

Zusammenfassung: beim Schwimmen in der 1. Verfolgergruppe jedoch mit gut einer Minute Rückstand, auf dem Rad keine Chance aufzufahren, da Windschattenfreigabe und beim Laufen noch ein bisschen was rausgeholt. Resultat: Platz 7 gesamt, 1. in der Altersklasse. Das wird nicht mein neues Lieblingsformat in Sachen Triathlon, was das Windschattenfahren angeht. Das mag zwar zeitweise sehr entspannt sein, aber als Nichtspitzenschwimmer ist der Drops nach der ersten Disziplin so gut wie gelutscht. Nö nö nö - I don’t like. 

Team Challenge Dresden: Vom Wind auf Platz 5 getrieben

24. Mai 2012

 

Am gestrigen Mittwoch stand die, inzwischen zum vierten Mal stattfindende, Team Challenge in Dresden an. Schon vor einigen Monaten wurde ich von den lieben Kollegen zur Teilnahme befragt und habe natürlich zugesagt.

 

Doch vor der Challenge am Abend stand noch ein Wettlauf der anderen Art auf dem Plan: eine kurzfristige Dienstreise in die Landeshauptstadt. Das hätte alles in allem also wieder einmal ganz schön knapp werden können und entsprechend aufgeregt war ich, so oder so...

 

Letztlich lief es in doppelter Hinsicht jedoch positiv: überpünktlich die Startlinie erreicht und die Ziellinie ebenfalls. 5 Kilometer waren zu absolvieren und vier Personen bildeten ein Team. Zwei Mixed Teams "Die Windgetriebenen" waren von unserer Firma gemeldet und von gesamt 921 gemischten Gruppen belegten wir einen super 5. sowie 56. Platz. Ein sehr erfreuliches Resultat, das mit einem anschließenden Gläschen Sekt begossen wurde.

 

Prost...

Schnell mal zum Rennsteig

15. Mai 2012

 

Dank dem Trail Magazin bin ich Anfang des Jahres zu einem Start beim Rennsteiglauf gekommen. Jedoch habe ich mich lediglich auf den Halbmarathon begeben, denn alles andere war mir zu dieser Jahreszeit  inmitten der Saison doch etwas zu viel. Leider, denn ich muss zugeben, der „lange Kanten“ Supermarathon über die 73 km reizt mich extrem und nimmt auf meiner Wunschliste einen der oberen Plätze ein, aber alles zu seiner Zeit…

 

Also wie gesagt, dieses Jahr nur die 21,1 km. Am Freitag nach der Arbeit begaben wir uns auf die Autobahn in Richtung Thüringer Wald. Unterwegs erspähten wir schon das ein oder andere Auto, das das gleiche Ziel hatte, den Rennsteig. Startnummern oder sogar selbstgebastelte Autoschilder in der Scheibe sollten den Mitmenschen zeigen: „Ich bin dabei“. Schon irgendwie speziell, eine sehr familiäre Läuferschar, die den inzwischen größten Crosslauf Europas jährlich zelebriert.

 

Für mich auch etwas Besonderes, denn bereits als junge Lady habe ich den Herrn Papa vor Ort mit betreut und schon damals hat mich der Virus wohl ein wenig infiziert. Dass ich ein paar Jahre später selbst dort am Start stehe, war zu der Zeit natürlich nicht klar :-)

 

Nachdem ich 2007 am Rennsteig meinen zweiten Marathon absolviert habe, der von Neuhaus nach Schmiedefeld führt, startet der Halbmarathon in Oberhof und verläuft auf den letzten 21,1 km des Supermarathons entlang. 7:30 war bereits Start und ca. 6.000 Läufer zierten die scheinbar unendlich lange Startgasse, auch dabei Biathlonprominenz aus der Nachbarschaft, wie z.B. Andrea Henkel. Leider hatte ich keinen Stift dabei, sonst hätte ich mir die Startnummer noch mit einem Autogramm verzieren lassen :-)

 

Nachdem der Startschuss jedoch ertönte, war keine Zeit mehr für solcherlei Gedanken. Einfach nur noch rennen, möglichst wie ein Wiesel. Die ersten Kilometer steigen leicht bergan und bis zum höchsten Punkt des Laufes, dem Beerberg (973 ü.N.N.) hat man nicht ganz 200 HM im Anstieg zu überwinden. Von da aus kann man erst einmal ein wenig durchschnaufen, denn es geht mehr bergab als bergan. Dies erklärt auch einen zwar hügeligen und crossigen, aber doch zügigen Wettkampf.

 

Erstmalig auch an meiner Seite der persönliche Hase, dem ich schnaufend folgte. Die Strecke war so abwechslungsreich, dass die Kilometer nur so an uns vorbeiflogen und nach 1:31 erreichten wir das Ziel, als 11. Frau gesamt und 2. in der Altersklasse. Ich gebe zu, gegen 1 bis 2 Minuten weniger hätte ich nichts gehabt, aber es war ja „nur“ ein weiterer Stein auf dem Weg zum Norseman.

 

Direkt im Anschluss ging es jedoch schon wieder in die Heimat. Kurzer, intensiver, anstrengender aber umso schönerer Zwischenstopp auf dem Weg nach Norwegen…

Meine Playlist in der aktuellen Runners World

12. Mai 2012

 

Sieh her, sieh her. Das Fräulein und ein paar ihrer Lieblingssongs in der aktuellen Runners World unter der Rubrik Playlist.

Na dann, viel Spaß beim lesen, lauschen und trainieren ;-)

 

Zu finden... ihr ahnt es schon... auch hier unter der Rubrik "Media"

2 * xxx + 35

30. April 2012

 

Das nenne ich mal ein erlebnisreiches Wochenende. Zwei Tage Zeit und zwei Kurzreisen durch Sachsen. Am Samstag steuerte der Wagen in Richtung Leipzig, nach Bennewitz, wo sich in regelmäßigen Abständen eine „wilde“ Horde Radfahrer, genauer gesagt Randonneure (französisch Wanderer und die unter Radlern gebräuchliche Bezeichnung für einen Langstrecken-Radfahrer) treffen, deren gemeinsames Ziel in vielen Fällen das aller vier Jahre stattfindende Radrennen Paris – Brest – Paris über 1.200 km ist. Über mehrere Touren von 200 bis 600 km Streckenlänge muss man sich dafür allerdings erst einmal qualifizieren. Olaf aus Bennewitz ist einer der Ausrichter solcher Touren. Was ich daran mag? Exquisit ausgesuchte Touren durch die Heimat, an denen man immer wieder neue Ecken erkundet, sehr nette und entspannte Mitfahrer verbunden mit einer wirklich guten Trainingsausfahrt.

 

Hier einer meiner Lieblingsberichte von Olaf selbst zu einer 1000 km Tour, die er 2010 Jahr erstmalig durchgeführt hat:

www.audax-sachsen.de/seiten/fahrberichte.htm

 

Nach einer etwas hektischen Anreise, da mich das Navi ins 35 km entfernte Bennewitz bei Torgau, statt bei Wurzen geleitet hat (Sagt nichts!!! – Da lässt man die Frau einmal allein aus dem Haus), war ich fünf Minuten vor dem Start dann auch endlich da. Schnell rein in die Radbuxe und rauf aufs Rad und schon spürten wir den Fahrtwind im Gesicht. Herrlich. Das Wetter, die Tour, der Frühling… Die Kilometer vergingen wie im Flug und ehe ich mich versah, war ich auch schon wieder auf dem Rückweg – dieses Mal aber wirklich dorthin wo ich hinwollte, nämlich nach Dresden ;-)

 

Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist schon wieder Reisetag. Dieses Mal Richtung Osten, ins Zittauer Gebirge, zum gleichnamigen Gebirgslauf, der schon länger auf meiner Wettkampfwunschliste stand. Neben 4, 7.5 oder 17 km können auch 35 gelaufen werden und damit stand die Entscheidung ja eigentlich auch schon fest. Wenn schon denn schon, dann der lange Kanten, ist ja auch die beste Vorbereitung für Norwegen, lang und bergig… Mein lieber Mann, trotz angezogener Handbremse hab ich ganz schön Federn gelassen, immer wieder hoch und runter, so dass ich schon während des Laufes Muskelkater bekam. Steile Anstiege, Treppen und Felsen zierten den Weg. Aber der Lohn für die zahlreichen Schweißperlen war immerhin ein dritter Platz und ein glückliches Frauchen, das, endlich wieder zu Hause angekommen, die Beine hochlegen und ausruhen konnte.

 

Ein gutes Gefühl, nach einem schönen aber auch anstrengenden Wochenende.

Auf Schnitzel... äh Plinsenjagd oder die Jagd nach der goldenen Spreewaldgurke

27. April 2012

 

Spreewald fort he first time. Letzten Samstag machte ich mich zum ersten Mal auf in Richtung Gurkenland, den Spreewald. Ich wollte dort an einer RTF teilnehmen und damit die erste längere Radeinheit absolvieren.

 

Flach war der Kurs ja schon mal. Das war gut. Nun galt es die Distanz lediglich zu überstehen.

 

Doch die Gruppendynamik sorgte für abwechslungsreiches als auch zügiges Vorankommen und so wurde sich von Verpflegung zu Verpflegung gehangelt und der Restwert auf der Kilometerskala betrug bald schon null.

 

Das Highlight schlechthin war Verpflegung Nummer drei, passend zur Mittagszeit wurden aus einer urigen Holzhütte leckere schokoladene Plinsen (besser bekannt als Crêpes oder Eierkuchen) gereicht. Da stellte die Naschkatze sich bereitwillig auch ein zweites Mal an.

 

Rückblickend festzuhalten ist die wirklich schöne Spreewaldgegend, die mich ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat.

 

PS: Im Ziel wartete kein geringerer als Didi Senft und sein legendärer Dreizack auf die Teilnehmer, ebenso wie die langersehnte Ehrenmedaille, in Form einer goldenen Spreewaldgurke zum Umhängen :-)

Erlebnisbericht bei soq.de 

16. April 2012

 

Anbei ein Link zu einem Bericht zum Arctic Circle Race bei soq.de, dem führenden Onlinemagazin des Sportfachhandels und der Sportartikelbranche.

 

www.soq.de/Magazin/Artikel/Arctic-Circle-Race-ein-Erlebnis-der-besonderen-Art

 

Viel Spaß beim Lesen!

Ansteckungsgefahr dringend erwünscht 

04. April 2012

 

Letzen Donnerstag, hatte ich, frisch aus Grönland reingeschneit, das Vergnügen den Dresdner Triathlonnachwuchs beim Training zu besuchen.

 

Ziel war es, dass sie mir ein Stück ihrer Trainingswelt zeigen und ich ihnen ein Stück meiner. Neben ein paar Laufrunden, ein wenig Technik sowie ein paar Sprints, die mir am nächsten Tag gleich einen kleinen Wadenmuskelkater einbrachten, hatten wir ebenso Zeit zum Schwatzen. Ich habe versucht einen Einblick in meinen (Trainings)alltag und einige Tipps zum Thema Motivation zu geben, gerade beim Training allein ohne jegliche Gruppendynamik.

 

Es bereitet mir unheimlich Spaß gerade mit jungen Leuten etwas zusammen zu machen und ein Stück meiner Freude und der Zielstrebigkeit weiterzugeben.

 

Ein großes Lob an der Stelle auch an Conny König, die die ganze Rasselbande ehrenamtlich mit viel Herzblut so zusammenhält und fördert. Sie hat die Aktion angestoßen und mir eine große Freude damit gemacht. Danke!

 

Hier auch ihr Artikel auf der Seite des Triathlonverein Dresden:

http://triathlon-dresden.de/index.php?option=com_content&view=article&id=691%3Aextremsportlerin-motiviert-den-dresdner-triathlonnachwuchs&catid=62%3Anachwuchs-2012&Itemid=182

It's Partytime

03. April 2012

 

Nachdem der nennen wir ihn mal Pflichtteil abgehackt war, konnten wir nun zum Vergnügen übergehen. Nein, nicht nur die warme Dusche und das leckere Essen sind damit gemeint. Sondern die Party danach.

 

Tagsüber haben wir genutzt und neben einer winzigen Shoppingtour, um das obligatorische Andenken für daheim zu besorgen, einfach mal nichts gemacht, außer einem ausgedehnten Mittagsschläfchen. Das tat gut. Zumeist nimmt man sich dafür die Zeit ja gar nicht.

 

Doch kurz vor sechs dann raus aus den Wohlfühlsachen und schnell ein wenig aufgehübscht, zumindest im Rahmen der Möglichkeiten, die das Gepäck so hergab. Der Abend begann mit grönlandischem Rap – I like! Dieser setzte sich fort mit einem leckeren Buffet und anschließend ein paar Reden, sowie der Siegerehrung. Das Beste zum Schluss: Livemusik & Tanz. Sehr schön.

 

Neben den Teilnehmern waren jedoch auch die zahlreichen Helfer dabei. Ein paar lernten wir auch kennen, so z.B. den Pistenchef, ein junger Herr, der mit Herzblut bei der Sache war und einen Monat lang fast Tag für Tag Schnee plattgewalzt und gespurt hat, damit wir dem Gefühl von Abenteuer ein Stück näher kommen dürfen. Insgesamt haben wir uns auf diesem Fleckchen Erde jederzeit sehr willkommen gefühlt und hoffen mit unserer Begeisterung ein Stück zurückgegeben haben zu können.

 

Zusammenfassend gibt es zu sagen: es ist ein rundum tolles Erlebnis gewesen. Wir hatten mit -5 bis -15 Grad und größtenteils Sonnenschein wohl nahezu perfekte Bedingungen (2 Wochen zuvor zeigte laut der Einheimischen das Quecksilber noch -35 Grad). Die Strecke ist aufgrund der An- und Abstiege sicher keine Strecke für Bestzeiten, aber das Erlebnis an sich war einmalig und absolut unvergesslich.

Land in Sicht

02. April 2012

 

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, passt dies in dem Fall auch zum Arctic Circle Race. Dritter Tag, dritte Etappe und Land in Sicht. Schön, weil es hart war, schade, weil es so schön war.

 

Nachdem in der Nacht, die Uhr um eine Stunde vorgestellt wurde und der Start noch dazu eine Stunde früher stattfand, fehlten uns also gute zwei Stunden Schlaf. Pünktlich 6 Uhr, nach alter Zeit demnach 5 Uhr, ließ der Veranstalter einen mit einer Sirene bewaffneten Weckdienst durch die Reihen strolchen, so dass ein Verschlafen unmöglich war. Mit verschlafenen Augen schlüpften wir aus unseren gelben Behausungen und schlappten die übliche Tour Richtung Toilette, Wasser zum Zähneputzen und Frühstückszelt. Heute gab es zur Abwechslung Mousse au chocolat aus der Tüte, umfunktioniert zu einem Schokoladengetränk, denn mit Zucker lacht das Leben und damit auch das Annettchen. Ein guter Tagesstart. Nach dem Essen dann Zelt aufräumen, Tasche packen, in die Laufbekleidung schlüpfen und 9 Uhr Startschuss. Ein letztes Mal hier oben.

 

Ein erneut sonniger Tag lachte uns entgegen, ebenso eine perfekt gespurte Loipe. Was will man mehr? Die ersten etwa 30 km waren wieder nahezu flach. Sportlich zügig spulten wir diese ab. Dann, doch dieses Mal wussten wir ja, was auf uns zukommt, der erste steile Anstieg. Die Ski fix abgeschnallt und im straffen Schritt hochmarschiert. Oben angekommen, sausten wir die nächsten Kilometer weiter flott dahin bis es noch einmal den Skiberg von Sisimiut, den „Solbakken“, hinaufging. Also wieder fix Ski ab und hoch. Das ging im zügigen Schritt tatsächlich schneller als mit Ski im V-Schritt. Bergab (hört, hört) habe ich an diesem letzten Tag nicht einmal die Ski abschnallen müssen. Immer brav und mutig runtergerutscht, langsam zwar, aber immerhin. Ein kleiner Erfolg :-)

 

Nachdem wir nun auch diese letzte Anhöhe gemeistert hatten, war das Ziel in greifbarer Nähe. Doch diese letzte Eben zog noch einmal kräftig an meinem Energiebarometer. Der Akku war fast leer, doch als der Stadionsprecher endlich zu hören war, gingen die Mundwinkel nach oben. Ein super nettes Publikum empfing uns beide zurück in der Zivilisation und wir freuten uns riesig, es geschafft zu haben. Im Ziel verweilen wir noch ein wenig und beobachten aus der Ferne die zahlreichen glücklichen Gesichter, entscheiden dann jedoch, dass eine Dusche Not täte und gingen dieser Entscheidung nach. Lediglich unser Gepäck fehlt noch. Aber auch dieses „Problem“ war schnell geklärt. Zu Fuß noch einmal zum Ziel und mit dem Motorschlitten, dank eines netten Helfers, zurück. Premiere als Motorschlittencopilot.

 

Der Abend ist dann recht schnell Geschichte: essen, lesen, schlafen, lange schlafen…

Na wer wird denn hier bockig werden?

30. März 2012

 

Eine gute Nacht war es in der Tat. Ich habe sehr gut geschlafen, kein bisschen gefroren und da ich frühzeitig in der Koje lag bin ich gegen 6 auch schon putzmunter, stehe auf, putze Zähne und erspähe einen menschenleeren Wachscontainer. Also nichts wie ran an die Buletten und schnelle Ski basteln. Der Mann bügelt ein, ich ziehe den Wachs wieder ab und poliere. Arbeitsteilung von heute eben.

 

Kurze Zeit später schon sitzen wir im Essenszelt und bereiten uns Frühstücksbrei zu. Naja, lecker ist was anderes, aber was muss das muss und in der wilden Fremde hat man nun mal nicht die große Auswahl. Also rein damit.

 

Im Gegensatz zum Vortag ist es heute etwas bewölkter und tüchtiger Wind weht uns um die Ohren, dieser ärgert uns auch noch auf die ersten Kilometer, doch dann ist Richtungswechsel und damit auch Rückenwind. Ab geht die Post. Die ersten 20 km laufen richtig gut und flüssig und dann geht es… bergauf natürlich. Im V-Schritt und etwas wutig stapfe ich den Berg hinauf und als ich mir dabei immer wieder selbst auf die Ski trample fahre ich auch schon mal die Hörnlein aus. Wer bekommt es ab? Die Begleitung natürlich! Und das aufgrund der eigenen Unfähigkeit. Oh je oh je. Er nimmt es zum Glück gelassen und weiter geht’s. Nachdem auch das geschafft ist sehe ich schon das nächste Unheil. Die vor mir fahrenden Skifahrer sind nur noch als kleine Pünktchen zu sehen. Festhalten. Es geht ruuuuuunter. Aber zur Belohnung wartet dort eine Verpflegung auf uns, die uns für den Rückweg Kraft geben soll, denn die eben gefahren Höhenmeter müssen nun noch einmal überwunden werden.

 

Die Sicht trübt sich langsam mehr und mehr zu und so werden die Abfahrten noch ein klein wenig gemeiner, weil die Konturen schlechter zu erkennen sind. Augen ein wenig zusammenkneifen (Zähne auch) und Abfahrt. Geschafft.

 

Die letzten 10 flacheren Kilometer liegen lediglich noch vor uns und die sind reine Formsache. Nach 5:07 h haben wir weitere gut 50 km mit immerhin 1.050 HM hinter uns. Das ging doch schon viel besser als Tags zuvor. Von nun an also nicht einfach Ziege, sondern Bergziege, die langsam auch etwas schneller wird ;-)

 

Im Ziel gibt es dann wieder die belohnende Massage sowie ein fast gourmethaftes Abendessen aus der Tüte: Linseneintopf als Vorspeise und anschließend Nudeln. Ein voller Bauch macht müde und deshalb liegen wir nicht allzu viel später auch schon wieder im Schlafsack, denn am nächsten Tag ist eine Stunde früher Start und eine weitere wird uns aufgrund der Zeitumstellung gemopst.

Auf die harte Tour

29. März 2012

 

Nachdem wir gute zwei Tage zur Eingewöhnung und zum Aufwärmen hatten war es freitags dann soweit. 10 Uhr fiel der Startschuss zum Dreitagesrennen und 140 mit den Hufen scharrende Skiläufer wurden in die Spur geschickt. Doch bevor wir in die Weiten der Insel entlassen wurden, „durften“ wir noch eine 1,8 km lange Stadionrunde zur Freude der doch zahlreich erschienenen Zuschauer drehen. Und diese freuten sich gleich doppelt, denn wir wurden über den lokalen Rodelhang gescheucht, der am Ende der Abfahrt mit einer 90 Grad Kurve aufwartete. Sehr schön, gleich zu Beginn die ersten Stürze. Ich freute mich schon auf eine für mich typische Showeinlage, doch ich hatte Glück und blieb in der Senkrechten :-)

 

Dann aber war es soweit – auf in Richtung Osten und damit ins Inselinnere. Direkt von Anfang an jagten alle wie verrückt los und der Puls ging nach oben, denn neben der Schnelligkeit kam gleich von Beginn an eine zart ansteigende Ebene hinzu. Doch dies sollte nur der Vorgeschmack sein. Ich wusste, dass das Rennen einige Höhenmeter mit rasanten Auf- und Abfahrten anzubieten hatte, aber was dann kam überstieg all meine Erwartungen und mir war schnell klar, warum der Veranstalter kein Höhenprofil veröffentlichte – wahrscheinlich wäre ich mit meinen vier Buchstaben im mittlerweile frühlingshaften Dresden geblieben ;-)

 

Schon zwei Tage zuvor bei einer Erkundungstour haben wir einen Skihang von unten erspäht, aber das wir diesen hoch und natürlich runterfahren sollten, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Bloß gut. Ich schnaufte wie verrückt und die wunderbar strahlende Sonne brachte mich ordentlich zum Schwitzen. Der Hang hingegen zum Schimpfen… weil erst so steil hoch und nach erfolgreichem Gipfelsturm natürlich auch wieder runter. Irgendwann hatte ich Durst wie verrückt und war froh am nächsten Verpflegungspunkt einen leckeren zuckersüßen Saft gereicht zu bekommen, der auf grönländisch übrigens genauso heißt bzw. zumindest gleich ausgesprochen wird, Saft eben.

 

Doch dieses kleine Zuckerhoch hält nicht lange an, denn nach einer kurzen Verschnaufpause steht direkt der nächste Anstieg bevor, wieder hoch grätschen, runterzu abschnallen, weil einfach extrem steil, schmal sowie ausgefahren und Angsthase Pfeffernase sich nicht schon bei erstbester Gelegenheit wehtun mag. Ein mühsames Unterfangen, das an diesem ersten Tag schier endlos erscheint. Als wir die Berge dann hinter uns lassen haben wir noch immer 30 km vor uns, zuerst einmal über einen Fjord, dann an einem Hang entlang und endlich erblicken wir erstmals das langersehnte Camp. Doch für diesen Tag soll das noch immer nicht das Ende sein. Direkt am Camp eine letzte Verpflegung, mindestens einen Becher Saft in die Kehle und Endspurt – eine 12,8 km Seerunde und dann? Tageszieleinlauf!

 

Nach 6 Stunden haben wir die erste Etappe mit 56 km und 1200 Höhenmeter hinter uns. Ich für meinen Teil war platt ohne Ende und habe mächtig Federn gelassen, die ganze Sache vielleicht sogar ein wenig unterschätzt, zu wenig gegessen…?! Keine Ahnung. Auf jeden Fall war ich froh, die Ski abzulegen, in trockene Sachen zu schlüpfen und Essen zu kochen. Noch am Tisch fallen mir fast die Augen zu – aber wenn ich so in die Runde schaue und mich so umhöre bin ich zum Glück nicht die Einzige die sich fühlt, wie sie sich fühlt. Mit dem nötigen Fünkchen gehe ich jedoch trotzdem frohen Mutes und sehr glücklich zu Bett ähhh besser gesagt in Richtung: Isomatte und Schlafsack. Na dann mal gute Nacht.

Im Schatten der weißen Riesen

28. März 2012

 

Seit heute Morgen hat mich good old Germany wieder. Gestern früh noch im fernen Grönland, abends dann in Kopenhagen und nun eben Dresden... Verrückt. Auf jeden Fall liegen aufregende Tage mit zahlreichen Impressionen hinter mir und ich möchte euch ein wenig daran teilhaben lassen. Ihr dürft euch deshalb (und wehe ihr tut das nicht) auf vier / fünf hoffentlich unterhaltsame Berichte freuen.

 

Los geht es heute.

 

Nachdem wir vergangenen Montagabend im Tiefflug über die Autobahn Richtung Dänemark düsten, saßen wir Dienstag früh auch schon im Flieger und waren etwa 5 Stunden im "Land der Menschen", was Grönland auf grönländisch übersetzt bedeutet... also wie jetzt??? Nochmal: Grönland heißt auf grönländisch Kalaallit Nunaat – „Land der Menschen“. Warum kann ich mir nunmehr in etwa vorstellen, doch dazu in einem späteren Bericht etwas mehr.

 

Ein folgender Inlandflug mit einer kleinen Maschine gab uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Insel, viele Berge, Eis und Schnee. Bis zum Wettkampf, der am Freitag begann, hatten wir nach Ankunft in Sisimiut noch zweieinhalb Tage Zeit, die wir ein wenig zum Seele baumeln und Erkunden der Umgebung zu Fuß und auf Ski nutzen. Weiterhin ist es Tradition, dass vor Wettkampfbeginn gemeinsam die Kirche besucht wird. In Sisimiut steht die älteste der Insel und ist vollständig aus Holz. Ein sehr schönes Gebäude, noch schöner der Ausblick von innen - zu meiner linken die bunten Häuschen des Ortes und zu meiner rechten das kühle weite Meer mit kleinen Eisbergen. Wunderschön.

 

Sisimiut ist mit etwa 5.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel und hinzukommen zu meiner großen Freude noch 1.000 fellige Vierbeiner, Huskys. Samtpfötchen wohin das Auge blickt. Herrlich. Die meisten waren jedoch ziemlich scheu und ließen sich nicht so recht zu einer Streicheleinheit verleiten.

 

Doch nicht nur die die Schlittenhunde ließen mein Herz höher schlagen, sondern auch die atemberaubende Natur rings um die kleine Stadt. Kaum hatten wir diese ein Stück verlassen, türmten sich die schneebedeckten Riesen links und rechts von uns auf. Natur und Ruhe pur. Bereits jetzt war klar, dass dieses Rennen ein unvergessliches Erlebnis werden würde.

Vizelandesmeisterin 10 km Straße - es läuft doch

19. März 2012

 

Ein erster Schnelligkeitstest im Jahr bringt bei mir immer große Aufregung mit sich. Zeeeehhhhn schmerzhafte Kilometer flößen mir immer wieder aufs Neue Angst ein :-( Tztztz.

 

Doch eigentlich war diese völlig unbegründet. Bei herrlichen sommerlichen Temperaturen wurden die kurze Laufschlüppi und das luftigere Dress aus dem Stapel ganz unten herausgekramt und übergestreift und dann ging es auch schon los.

 

Knappe 39 Minuten später war es jedoch auch schon wieder vorbei. Eine Zeit unter 40 Minuten, damit bin ich im März sehr zufrieden, zumal ich mich durchweg gut gefühlt habe. Damit konnte ich mir im Gesamtfeld den Vizelandesmeistertitel holen. Fein.

 

Nun werden die kurzen Sachen aber noch mal kurzzeitig versteckt, denn heute Abend geht es endlich für eine gute Woche zum Eisbären. Ich freue mich.

Viele Grüße aus der Kältekammer

13. März 2012

 

Na wer schaut uns denn da aus der kuscheligen Hülle etwas verschlafen entgegen?

 

Seht selbst unter dem Artikel "Schlafsacktest bei -10 Grad" unter Media :-)

Entdecke deine Heimat, Teil I

12. März 2012

 

Eine lange Laufeinheit bedeutet immer auch gern gesehener neuer Input für die Sinne, das heißt Erschließung neuen Terrains. Da ich mich noch nicht einmal ein Jahr Dresdnerin nennen darf, ist dies in der Regel verhältnismäßig leicht Wege abseits des Elberadweges zu erschließen.

 

Für dieses Mal ging es in Richtung Norden. Ein Wanderweg führte uns fast wie von selbst an schönsten Fleckchen vorbei und wir brauchten nur Ausschau nach dem grünen Punkt halten. Der Rest ging wie von selbst. Eine gute Sache.

 

Hier die Tour in groben Zügen: Start in Dresden, Richtung Schwimmhalle Prohlis, an der Kreuzung Nickern Center über die Dohnaer Straße und rechts halten und einige Meter später links rein an den Geberbach. Von nun an wird es wirklich schön und man lässt die Stadt mit einem Schlag hinter sich. Raus nach Sobrigau, durch den Schlosshof Altnickern, vorbei an der Talsperre Kauscha, durch Goppeln im grünen Tal bis nach Rippien, von da aus auf die Anhöhe Luna Park – kurz den Blick genießen und durchschnaufen und langsam den Rückzug antreten, in Richtung Bannewitz, die Eutschützer Mühle passierend und dort wieder die grüne Variante durch den Grund wählen nach Nöthnitz. Von dort aus kann man sich direkt Richtung Dresden halten oder den Hacken zurück nach Rippien usw. schlagen.

 

Nachahmung dringend empfohlen, bringt gute Laune und Muckis in Po- und Oberschenkelmuskeln :-)

Wellness am Morgen - Fitness am (frühen) Abend

05. März 2012

 

Entgegen dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ gönnte ich mir am letzten Wochenende zuerst das Vergnügen in Form eine fantastischen Wellnessbehandlung, eine Erlebnispremiere, die mir das Geburtstagsmännlein bescherte, und dann die Arbeit.

 

Nachdem ich mich also früh noch in der aktivierenden Sprudelwanne suhlte und anschließend bei einer tollen Massage fast erneut in den Schlaf fiel, schnürte ich am Nachmittag die Laufschuhe um erneut ein Stück Elbsandsteingebirge sportlich zu erkunden. Wir hatten uns den „Zirkelstein“ als erstes Ziel auserkoren. Nachdem es aus der Pension raus, direkt rauf ging, war der Körper sofort auf Betriebstemperatur.

 

Über Feld und Flur ging es hinweg, den Berg schon im Visier, war dieser auch schnell bezwungen und abgehackt. Auf zu neuen Projekten also, ein wenig Zeit war ja noch. Wir entschieden uns für den „Großen Zschirnstein“, den wir zuerst einmal umrundeten, bevor wir den Einstieg zum Aufstieg fanden. Endlich oben. So langsam waren die Oberschenkel doch schon müde. Ein kurzer Blick in die Ferne, Beweisfoto erledigt und ab zurück. In der Wochenendherberge zurück, gönnte ich mir ein erneutes Schlummerstündchen, bis wir uns noch einmal aufrafften, um die Zuckerdepots aufzufüllen. Die Bedienung staunte nicht schlecht, als ich meine Bestellung aufgab, gleich zwei Stücken Torte und das für eine Frau – das scheint wohl nicht so oft vorzukommen ;-) Wenn die wüsste…

Die Trilogie des Schneeschreckens

27. Februar 2012

 

Dritter Skiwettkampf des Jahres und zum dritten Mal Zähne zusammenbeißen, wegen erneut gemeiner Bedingungen... Aber wie heißt es so toll: "Nur die Harten..."

 

Der Vogtländische Skiclub Klingenthal hatte zum 40. Mal zum Internationalen Kammlauf geladen, der ab 2013 übrigens zu einem der beliebten Eurolopped-Rennen auserkoren wurde. Gefahren werden konnten am gestrigen Sonntag 25 oder eben 50 Kilometer. Ene mene muh und raus bist du... der Finger (im wahrsten Sinne des Wortes) blieb bei der langen Strecke stehen. Na gut, dann mal los. Vorsichtshalber und erstmalig hatte ich die Schuppenski im Gepäck, denn mit tückischen 0 Grad Neuschneebedingungen hatte ich beim Isergebirgslauf ja schon meine "Freude". Ein kleiner Test des Wachs- und Schuppenskis vor dem Start und die Wahl fiel auf die Schuppe... Zugegebenermaßen eine zögerliche Entscheidung meinerseits, zum Wettkampf mal nicht mit dem schnellen Wachsski anzutreten, doch es sollte eine ganz gute sein.

 

Schnee gab es auf dem Erzgebirgskamm noch genug und wir bekamen früh sogar noch einen Extra Nachschlag. Auf den ersten Kilometer fegten uns die Flocken ordentlich um die Ohren und die die Spur verlor recht schnell an ihrer geradlinigen Form. Recht zügig war ich jedoch froh über meine Skiwahl, denn viele Teilnehmer hatten tüchtige Probleme mit ihrem Wachsski, der wegen angepapptem Schnee auf der Steigzone, stockte.

 

Immer wieder ging es hoch und runter und hoch und runter. Die Strecke war damit nicht anspruchslos (immerhin 745 HM), aber abwechslungsreich. In Johangeorgenstadt dann der Wendepunkt. Auf nach Hause. Erfreulicherweise schnell schrumpften die Restkilometer. Im Ziel dann die große Überraschung: 2. Frau gesamt :-) Das ich das noch erleben darf. Stolz wie Oskar schleppte ich meinen ersten Skilanglaufpokal nach Hause, der sicher einen kleinen Ehrenplatz einnehmen wird.

Noch was

21. Februar 2012

 

Parallel zum 4-seasons Magazin auch noch ein etwas ausführlicherer Beitrag online:

 

http://4-seasons.de/magazinartikel/ein-yeti-fuer-annett-globetrotter-dresden-unterstuetzt-triathletin

Da ist sie ja!

20. Februar 2012

 

Hui hui hui, das Fräulein im Outdoor "4-Seasons" Magazin, das deutschlandweit in allen Globetrotter Filialen ausliegt. Na wenn das nix ist.

 

Lest wie immer selbst unter der Rubrik "Media".

Test – one – two – one – two – Test

17. Februar 2012

 

Ein edles Stück da in meinen Händen und taufrisch von der Ispo. Die Petzl Nao, die gleichzeitig auch den Ispo Award in der Kategorie Zubehör erhalten hat. Ein tolles Teil und intelligent obendrein, denn sie passt sich mittels Sensor an die Lichtverhältnisse an und regelt die Leuchtkraft entsprechend. Das heißt kein Rumfummeln bei veränderten Bedingungen mehr. Außerdem kann man das gute Stück via USB Verbindung über den PC aufladen, ein weiterer netter Vorteil wie ich finde. Offiziell erhältlich ist die Nao im Fachhandel übrigens ab Juli 2012.

 

Doch nun zum Praxistest: Es ist Donnerstag, die Uhr steht auf halb sechs Uhr abends, die Sonne als kurz vorm Untergehen und die Dunkelheit naht. Rein in die Schuhe und raus an die Luft. Mit dabei, die neue Petzl Nao… Inmitten von Wald und Flur schalte ich sie bald auch das erste Mal ein, kurzes Einregeln und eine Sekunde später… wow. Ich habe ja schon einige Stirnlampen benutzt, aber diese Leuchtkraft ist wirklich Wahnsinn. Ein breiter Kegel bringt mich sicher über den Pfad. Daran kann ich mich in diesem Moment richtig erfreuen. Die Grashalme recken sich mir fast futuristisch ausschauend entgegen, die Katzenaugen (Reflektoren) meiner Schuhe funkeln mich an und der Schweißtropfen an meiner Nase fällt wie ein glitzernder Edelstein zu Boden. Herrlich ist das. Ich fühle mich fast wie in meinem eigenen kleinen Raumschiff und wenn jemand von der Ferne schauen würde, würde er wohl sicher selbiges vermuten :-) bei diesem Lichtschweif. Viel zu bald ist der Spaß auch schon zu Ende, dann hat mich der Wald wieder ausgespukt und die Stadt wieder.

 

Morgen früh führe ich sie wieder aus die neue schöne Weggefährtin ;-)

Kälteprobe in den Ammergauer Alpen

06. Februar 2012

 

So viel ist klar: minus 24 Grad sind nix für Zimperlisen. Wen das abschreckt, der sollte besser in der muschligen Stube bleiben. Nicht so die zahlreiche Anzahl wagenmutiger Skilangläufer, die sich vergangenes Wochenende auf den Weg nach Oberammergau begaben, um dort beim legendären „König Ludwig Lauf“ dabei zu sein.

 

Ein weiterer Lauf der bekannten Worldlopped-Serie, den ich mir genauer anschauen wollte. Das es dann jedoch zur Generalprobe für Grönland wurde, hatte ich so anfangs nicht auf dem Plan. Doch lehrreich war es und so habe ich heute beispielsweise gleich meine Bestellung für Tape (eigentlich zu physiotherapeutischen Zwecken gedacht, doch mit zunehmender Beliebtheit umfunktioniert, um nicht nur sein Gesicht damit aufzupeppen, sondern es primär als Kälteschutz zu nutzen) getätigt.

 

Doch von vorn, denn es war nicht nur ein lehr- sondern ebenso ein erlebnisreiches Wochenende, wo ich mich auf Neuland begeben habe. Konkret: ich habe mich erstmals in die wilden Gefechte eines Skating-Wettkampfes gewagt. Zum Winteranfang noch blutige Anfängerin, was das Skaten angeht, und nun schon selbst auf dem Parkett des Hauen und Stechens unterwegs :-) Bei den 23 Kilometern bin ich an den Start gegangen und juhu, auch ins Ziel gekommen/-skatet. Hat Spaß gemacht, war jedoch nur die Aufwärmrunde (obwohl das am Sa das falsche Wort war) für den Hauptwettkampf am Sonntag, die 50 Kilometer in klassischer Technik.

 

Denn apropos aufwärmen: dick einmummeln mussten wir uns an beiden Tagen. Der Rennanzug hatte für uns „Normalos“ zumindest nichts am Start verloren, denn bei den eisigen Bedingungen gab es zahlreiche medizinische Einsätze, die kein Spaß mehr waren. Erfrierungen bis zum schwersten Grad waren gegenwärtig und damit Vernunft angesagt! Da hat es sogar das Fräulein ein wenig mit der Angst zu tun bekommen und gerade auf den 50 km immer mal wieder genau in sich reingehört und gefühlt : „Zehen, seid ihr noch da? Näschen auch?“

 

Einmal wurde es mir dann doch etwas ungeheuer. Der rechte Fuß außen - gaaaaanz komisch hat sich das angefühlt. Kurz bevor ich bei den nächsten Verpflegungsstelle doch den Schuh sicherheitshalber mal abstreifen und schauen wollte, hat sich die Sturz-Lise mal wieder hingelegt und plötzlich einen Teil der Bindung am Schuh, nur dass dieser nicht mehr mit dem Ski verbunden war. Dieser wollte wohl seinen eigenen Weg gehen :-) Oh je oh je. Anhalten, Bindungsteil vom Schuh lösen, kritisch beäugen, hilflos in die Männergesichter schauen… Doch das treuste Zwinkern konnte mit Tape im Gesicht und eingemummelten Kurven rein gar nichts bewirken und so zogen alle an mir vorbei. Na gut, selbst ist die Frau… also das Dilemma nochmal genauer anschauen und siehe da, eine Bruchstelle war nicht zu entdecken… Wie war das also nochmal mit der Montage? Hätte ich beim Fachmann nur mal besser aufgepasst, statt mit den Wimpern zu klimpern ;-) Doch dann ein wenig probieren und zack war sie wieder drauf die Schiene. Hehe, mit stolzgeschwellter Brust und einem Grinsen unter dem schützenden Buff-Tuch ging es weiter. Auf jeden Fall wusste ich nun was so komisch war, da unten am Fuß. Das treulose Teil war wohl durchs häufigere Stürzen locker geworden und deshalb habe ich wahrscheinlich gedacht, da sei etwas nicht in Ordnung und mir gedanklich schon das schlimmste Szenario ausgemalt… Ich sagte ja, ein lehrreiches Wochenende.

 

Ansonsten verlief der Wettkampf selbst gut. Die Kälte hatte den Schnee zwar ganz schön stumpf gefroren, aber dafür hatten wir umso mehr Zeit, uns die schönen Berge anzuschauen und wenn es nach den Skifahrern geht, kann man es uns wohl eh fast nie recht machen, was die Bedingungen betrifft – zu warm, zu kalt, zu nass… ;-) Schön war, dass seit 2009, aufgrund von ausreichend viel Schnee, erstmalig wieder die Originalrunde übers Schloss Linderhof gefahren werden konnte. Dadurch wird der oft als flach bezeichnete Wettkampf mit 750 HM mehr als nur ein "Schiebewettkampf". Alles in allem also anstrengend aber wieder einmal sehr schön.

Schau her, schau her

30. Januar 2012

 

Vom Artic Circle Race Grönland vorgestellt: 

http://greenlandtoday.com/gb/category/top-athletes-to-greenland-149/

Heldin in Strumpfhosen

16. Januar 2012

 

Wieder einer der erlebnisreichen Wochenenden... Zu den Highlights zählt eindeutig meine erste Ausfahrt mit einem Rennbob auf der Wettkampfbahn in Altenberg.

 

Ein Blick zur Seite in die Welt des Wintersports, konkreter den Schlittensport: da hatte ich mir ja wieder was eingebrockt, mit meiner Zusage. Hier die harten Fakten: 1000 m Länge, rund 100 km/h Geschwindigkeit, 100 m Höhenunterschied sowie 11 Kurven verhießen Action pur und brachten die Beinln vorab ordentlich zum Schlackern. Zu viert ging es rein in das rasende Gefährt und ehe ich mich versah war ich auch schon mitten im Geschehen. Eben noch grinsend an der Startlinie verging mir dies ganz bald, denn so wie ich mich auch eben noch in gerader Position saß kam husch die erste Kurve und ich fand mich in der Horizontalen zum Boden wieder… husch und schon wieder nur in andere Richtung. Hui hui hui… Gerade einmal 43 Sekunden später war der Spaß jedoch schon vorbei. Ich hatte wieder festen Boden unter den Füßen und das Grinsen im Gesicht war auch zurück.

 

Hat ziemlich gefetzt. 

Danke Harry!

Annett on ice

09. Januar 2012

 

Schon mal 50 profilierte Kilometer auf Langlaufski im klassischen Stil ohne jeglichen Stieg und ganz ohne gespurte Loipe gefahren? Ich jetzt schon. Gestern bei meinem Lieblingsrennen, dem Jizerska im tschechischen Isergebirge.

 

Der Wachsservice ist vor Skiwettkämpfen mein größter Freund. In den letzten drei Jahren habe ich diesem bei dem Worldlopped-Rennen stets vertraut. Doch bei den gestrigen Bedingungen konnte wohl auch er nichts ausrichten. Tückische 0 Grad und Neuschnee. Der Alptraum eines jeden Skifahrers. Ich war keinen Kilometer gefahren, da wusste ich, dass er heute hart werden würde, denn jeglicher Versuch eines Abdrucks scheiterte und so schlitterte ich, wie viele andere auch, irgendwie die Strecke entlang. Vor allem bergauf war das die Hölle. Auch der Versuch einer zusätzlichen professionellen Wachsbehandlung bei Kilometer 25 brachte rein gar nichts. Also bergauf weiter irgendwie durch die Schneemasse gestochert und bergab auf der spiegelglatten Eisbahn angespannt hinunter geschlittert. Irgendwie hab ich mich aber durchgebissen, dabei allerdings ordentlich Federn gelassen. Aber die Bedingungen waren für alle gleich und das gab wohl vielen Startern unbewusst gegenseitig Kraft. Ich für meinen Teil „gönnte“ mir, im Vergleich zum Vorjahr, eine großzügige ganze zusätzliche Stunde für die Distanz. Schade.

 

Etwas traurig war ich darüber natürlich schon, denn ich hatte mich riesig auf den Lauf gefreut. Naja aber wenn schon nicht die Muskeln richtig trainiert wurden, dann wenigstens der Kopf und das nächsten Rennen kommt ja ganz gewiss :-)

Expedition zur Schneekoppe - es darf auch mal weh tun

02. Januar 2012

 

Riesengebirge for the first time. Kurz vor Jahresende ergab sich die Option mit ins tschechische Bergland zu fahren, um dort ein paar erholsame Tage zu verleben, Neues zu entdecken und natürlich auch ein paar Ski-Kilometer abzuspulen. Ziel erreicht.

 

Doch längst hatte ich nicht nur das Kilometerzählen im Visier. Mein Objekt der Begierde war ein ganz anderes: die Schneekoppe. Mit 1.602 m ist diese die höchste Erhebung im Riesengebirge und Tschechiens. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien. Am ersten Tag noch hüllte sie sich in Nebel, doch ich hoffte auf den nächsten und eine Besteigung. Dank Fürsprecher "Reiseleiter" Martin schnallten wir drei am nächsten Tag endlich die Latten an die Füße die Tour oder besser gesagt Expedition ;-) konnte beginnen. Unser Tatendrang wurde belohnt und schon nach kürzester Zeit lichtete sich der Nebel. Immer mal wieder zeigte sich der Gipfel in seiner vollen Pracht und wir konnten kaum glauben, dass 13 Kilometer so weit entfernt sein können. Doch der Weg ist ja bekanntermaßen das Ziel und dieser war unheimlich schön. Den Gipfelsturm dann im Laufschritt mit aufgehuckten Ski, ein zügiger Blick nach unten, denn der Wind pfiff ungemütlich und dann Rückzug. Eine Skitour vom Feinsten, die zum Ende mit tschechischen Leckereien in einer netten Bergbaude gebührend abgeschlossen wurde.

 

Auch an der Skating-Technik konnte ich erneut feilen und ja, es beginnt mir langsam richtig Spaß zu machen. Gestern galt es sogar einen kleinen Erfolg zu vermelden: ersten längeren Anstieg erstmalig ohne japsende Zwischenpause, getreu Martin’s Motto (der ebenso mitleidender Skating-Anfänger ist): „Es darf auch mal wehtun“, geschafft ;-) Es sind doch die kleinen Freuden die zählen, oder?!

Alles Gute fürs Neues Jahr

01. Januar 2012

 

Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne und erholsame Tage und seid gut ins neue Jahr gekommen!

Für 2012 wünsche ich euch allen nur das Beste und das all eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen mögen.

 

Berichte aus dem alten Jahr findet ihr, wie gehabt unter "Memoiren 2011"

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